Wie das Wetter so spielt

12.05.2019

Seit Wochen freuten wir uns auf diesen Besuch. Ana und Martin sind wundervolle Menschen, die wie wir das Segeln lieben. Also sollte es für ein paar Tage auf die Ostsee gehen. Doch es sollte mal wieder alles anders kommen als geplant.

Montags sah es so aus, als wenn es mit dem Segeln aufgrund von Starkwind nichts werden sollte. Bis Donnerstag hofften wir dann, dass es überhaupt Segelwind gibt. Von Starkwind auf Flaute – soviel zum Thema verlässliche Vorhersagen! Da auch Ana und Martin ihre Pläne leider etwas abändern mussten, entschieden wir gemeinsam, dass wir nur vor der Küste segeln werden und immer wieder am Abend in unseren Heimathafen zurückkommen werden.

Der Freitag empfing uns mit trüben Wetter. Der Wind war eher schwach, aber da mit Gewitterböen gerechnet werden mussten, blieben wir beim Vollzeug und verzichteten auf das Leichtwindsegel. Auch wenn es nicht besonders gemütlich war, da wir dann wirklich noch einen Regenschauer abbekamen, war es trotzdem ein Schönwettersegeln – ohne schönes Wetter.

Markus verwöhnte uns wieder kulinarisch! Und spülen durfte auch niemand, mit viel Glück mal beim Abtrocknen helfen!

Für Samstag sollte das Wetter besser werden. Na ja, es kommt darauf an, was man unter besser versteht. Die Sonne schien, das war auf jeden Fall schon mal besser, aber leider war der Wind noch schwachwindiger als gestern. Aber es waren diesmal keine Böen zu erwarten. Und so beschlossen wir den Gennaker bereits im Hafen vorzubereiten. Zunächst motorten wir gegen den wenigen Wind raus auf die Ostsee. Nach einiger Zeit wurde gewendet und der Gennaker gesetzt.

erst einmal unter Motor raus auf die Ostsee
Gennaker setzen

Dieses große Tuch ist so hübsch! Allerdings haben wir noch immer sehr großen Respekt davor, denn es ist schon verdammt viel Tuch! Doch wenn die Bedingungen so wie heute sind, dann trauen wir uns.

zunächst auf Backbord
später auf Steuerbord
nur glückliche Gesichter
viel zu schnell müssen wir ihn wieder einholen, was durch den Bergeschlauch super einfach geht

Nach wunderschönen Segelstunden draußen auf der Ostsee entschlossen wir uns dazu die Warnow hoch nach Rostock zu fahren. Markus blieb an Bord und Melanie zeigte unseren Besuchern unsere schöne Heimatstadt. Ein besonderes Highlight war natürlich die Astronomische Uhr in der Marienkirche. Die muss man mal gesehen haben!

die Warnow hoch bis Rostock

Während der Abwesenheit der Crew musste Markus mit eMMa etwas rutschen, da ein Großsegler am Kai festmachte. Das Ablegen wurde dann noch mal zur Herausforderung, da auch der Platz nach vorne sehr eng war. Alles ging gut und bei strahlendem Sonnenschein tuckerten wir unter Maschine zurück nach Warnemünde. Natürlich durfte jeder mal das Ruder übernehmen.

Am Sonntag hieß es für Ana und Martin nach einem gemütlichen Frühstück wieder ins Auto einsteigen und ab nach Hause fahren. Schade, dass es so kurz war! Wir freuen uns schon auf einen erneuten Besuch von euch!

Endlich Segeln mit Besuch an Bord

24.04.2019

Melanie hatte die Woche nach Ostern Urlaub. Wir wollten die Zeit natürlich gerne zum Segeln nutzen. Allerdings hat sich Besuch angekündigt. Melanies Freundin Doro mit ihrer Tochter Kathrin werden erwartet. Da die beiden noch nie segeln waren, stellte uns der Wetterbericht vor einige Herausforderungen. Dazu kam, dass wir am Ostersonntag zum Brunch bei Melanies Schwester in Rerik eingeladen waren. Nun begann der Planungsmarathon „wie bekommt man alles unter einen Hut“. Der Plan stand endlich.

Doch was wäre eine Törnplanung bei uns, wenn sie nicht gleich am nächsten Morgen (Karfreitag) wieder über Bord fliegt. Melanie verfiel mal wieder in ungeliebte Muster es allen recht machen zu wollen. Nach einer kurzen Zeit dicker Luft, beschlossen wir es am Karfreitag langsam angehen zu lassen und eMMa zunächst in aller Ruhe endlich wieder Segelfest zu machen.

Karsamstag Mittag kamen Dorothea, Klaus und Ute an Bord und raus ging es auf die Ostsee. Der geplante Törn nach Kühlungsborn stand unter super guten Wetterbedingungen, nicht zu wenig, aber auch nicht zu viel Wind, kaum Welle und dafür viel Sonnenschein. Der Besuch brachte Torte und Getränke mit an Bord. Sehr lieb gemeint, aber wieder mal viel zu viel. Unsere lieben Segelfreunde Andrea und Jürgen begleiteten uns ein Stück des Weges mit ihrer Sterna, was uns beiden die Möglichkeit gab gegenseitig Fotos von unseren Booten unter Segeln zu schießen.

Also schnell die Segel raus! Doch was ist das? Das Großsegel klemmt im Mast! Die Ursache ist rasch gefunden. Das Achterliek des Großsegels hat sich an einer Stelle eingeschlagen und diese Knickstelle wanderte nun beim Ausrollen immer weiter nach Oben und verklemmte sich auf halber Höhe in der Nut. Mehrfache Versuche es zu lösen schlugen fehl. Also wurde erst einmal nur die Genua gesetzt. Der Wind kam achterlich, also optimal. Über zu wenig Geschwindigkeit konnten wir uns auch nicht beklagen. Und die Problemlösung wurde auf den Hafen verschoben.

noch unter Motor
eMMa unter Segeln – auch wenn es nur die Genua ist
Bugwelle
fantastisches Segelwetter – leider nur recht kalt
Hier kommt natürlich auch das Gegenfoto 🙂

Irgendwann drehte die Sterna dann um und wir setzten unseren Kurs auf Kühlungsborn fort. Einzig die Temperaturen waren noch empfindlich kühl, doch wir waren ja alle dick eingepackt.

In Kühlungsborn gingen unsere Gäste von Bord, dafür kam Julian um bei uns zu nächtigen. Am Sonntag Morgen nutzten wir zunächst noch die Windstille um das Großsegel zu klarieren. Zu dritt war das rasch erledigt, auch wenn das Groß dafür einmal ganz herabgelassen werden musste. Danach ging es für uns mit seinem Auto nach Rerik zum Osterbrunch. Es war ein toller Morgen und am frühen Nachmittag beschlossen wir zu Fuß die 12 km am Strand entlang zurück nach Kühlungsborn zu laufen. Danach waren wir ziemlich platt und haben uns ein Eis verdient.

Endlich eine Eisdiele!
Nur ein wenig platt 😉

Ostermontag ging es dann in neuer Zusammensetzung wieder zurück nach Warnemünde. Julian fuhr bereits gestern Nachmittag nach Hause. Und heute Morgen kam dann Klaus wieder an Bord um mit zu segeln. Die Temperaturen stiegen etwas an, aber ohne Ölzeug war nicht an Draußensitzen zu denken. Wir genossen den Segelschlag unter Vollzeug alle sehr, einschließlich Fee, unsere Labradorhündin – der alte Segelhase!

Herrliches Segelwetter
Fee – völlig entspannt
etwas sportlicher als am Samstag

Da der Wind noch immer aus der gleichen Richtung kam wie am Samstag, hieß es für uns kreuzen. Bei so einem tollen Segelwetter machte uns das aber nicht wirklich etwas aus. Und dann trafen wir kurz vor dem Hauptfahrwasser nach Rostock auf die SY Sterna. Jürgen zuckte gleich die Kamera und schoss noch ein paar Bilder von eMMa. Diesmal unter voller Besegelung!

Diesmal unter Vollzeug
nach der Wende

Dann kam es beim Einrollen der Genua doch noch zu einem kleinem Problem. Die letzten paar Zentimeter ließen sich nicht komplett einrollen. Woran es lag, wussten wir genau. Wir hatten die Reffleine der Genua vor einigen Tagen noch ausgetauscht und es zeigte sich nun, dass zwei bis drei Umdrehungen mehr sinnvoll gewesen wären. Nun nahm der Wind aber ordentlich zu und die Kombination wurde Melanie beim Anlegen etwas zum Verhängnis.

Wir fuhren also in den Hafen ein und suchten unsere Box. Da Fee das Boot nur über das Heck alleine verlassen kann, versuchen wir möglichst immer rückwärts anzulegen. Melanie fuhr also an unserer Box vorbei, um anschließend aufzustoppen und rückwärts zu fahren. Der Wind kam 90° von Backbord und jedes Mal, wenn die Fahrt zu wenig wurde, drückte der Wind in den klitzekleinen, noch stehenden Rest der Genua und drückte den Bug nach Steuerbord. Den Grund fanden wir allerdings erst bei der Nachbesprechung heraus. Melanie versuchte es drei oder viermal und übergab dann völlig frustriert das Ruder an Markus weiter. Er machte im Prinzip nichts anderes, außer dass er ordentlich Gas gab. Wir zweifelten mal wieder – „Liegt es am neuen Motor? Haben wir uns noch nicht genügend daran gewöhnt? Ist der Radeffekt doch anders als gedacht? Was mache ich verkehrt?“

An Land stand schon unser nächster Besuch, Melanies Freundin Doro und ihre Tochter Kathrin, sowie Andrea und Jürgen, die mit Sterna schon längst wieder in ihrer Box lagen. Trotzdem nahmen wir uns anschließend kurz die Zeit um das Manöver zu besprechen. Andrea gab den entscheidenen Tipp: „… und dann hat der Wind immer in die Genua gegriffen!“ Da fiel es uns wie Schuppen von den Augen! Manchmal ist man ja sowas von betriebsblind! Anschließend ging es Melanie auch wieder deutlich besser, hatte sie doch sehr an ihrem Können gezweifelt! Die Genua-Reffleine bekam am nächsten Morgen drei Umdrehungen mehr und das Problem war erledigt!

Steuersäule, Plotter und Kleinigkeiten

13.04.2019

Vor ein paar Tagen hatten wir hier Weihnachten. Na gut, nur fast, denn die Geschenke mussten wir leider selbst bezahlen. Als wir endlich alles an Bord hatten, war eMMa ein wenig hecklastig. Aber am Achterdeck sollten die Sachen ja auch nicht bleiben.

Fast wie Weihnachten 🙂

Puh, die Batterien sind so klein – wie können die nur soooo schwer sein?! Jede einzelne wiegt 43kg! 5 Stück sind nun verbaut und verkabelt. Damit dürfte unser Energiebedarf gesättigt sein, denn insgesamt verfügen wir nun über 750 Ah Kapazität.

Auch wenn wir genau wussten, was in den anderen zwei Paketen ist, freuten wir uns wie Schneekönige aufs Auspacken.

Endlich haben wir sie im Schiff. Schwer wie Blei!
Neue Batterien
Geschenke auspacken

Aber natürlich konnte es nicht beim Auspacken bleiben, alles muss ja auch verbaut werden. Also wurde geschraubt, gesägt, geklebt, gemessen und eingepasst. So mancher Fluch kam über unsere Lippen, aber schlussendlich sitzt nun alles da, wo es hingehört und sieht wirklich gut aus.

Gewinde schneiden mit Hindernissen
Alles ist montiert…
Millimeterarbeit, aber alles passt perfekt.
Selbst die Getränkehalter passen perfekt dran.

ein schöner Rücken kann auch entzücken

Endlich ist unser neuer Plotter montiert und angeschlossen. Uns gefällt das Ergebnis sehr gut und der Ablesewinkel lässt und immer wieder staunen!

Erste Inbetriebnahme – der Monitor zeigt unser Motto!
Noch ist keine aktuelle Karte drin, aber wo wir uns befinden ist schon mal klar.
Wahnsinn – selbst in diesem Winkel ist der Plotter noch ablesbar!

Plotter montiert, weiter geht es im Cockpit:

Endlich verschlossen! Was wir hier schon alles (fast) verloren haben!
Der Kompass und das UKW-Funkgerät haben ebenfalls einen neuen Platz erhalten.
Kabeldurchführungen zu montieren wird nicht Melanies Lieblingsarbeit.

Und dann ging es für Melanie in die Luft. Durch Markus und Julian gesichert ging es im Bootsmannstuhl etwas höher als die erste Saling. Hier findet jetzt unsere Radarantenne ihren neuen Platz. Lange haben wir überlegt, ob wir auf Radar verzichten können/ wollen. Nach vielen Gesprächen mit befreundeten Seglern haben wir uns für Radar entschieden.

Blick von oben – da kommt die Radarantenne angeflogen.
Wenn man nicht an die Höhe denkt, dann kann man die Aussicht fast genießen.
Immer schön lächeln 🙂
Endlich fest, aber erst nachdem Julian alle Nieten festgezogen hat.
Dann musste Julian doch noch nach oben. Er hat halt größere Hände als Melanie und etwas mehr Kraft für die Nietzange. Danke für deine Hilfe!
Das alte Teakholz muss von den Cockpitbänken entfernt werden.
Mühsam geht es voran!
Jetzt wird das große Geschütz aufgefahren!

So, endlich alles Holz entfernt und alle Löcher verspachtelt. Jetzt müssen nur noch die Temperaturen stimmen, dann kann der neue Decksbelag kommen!

Turmleuchten 2019

06.04.2019

Eigentlich findet das Warnemünder Turmleuchten jedes Jahr am Neujahrstag am frühen Abend statt. Sozusagen als feierlicher Jahresbeginn. In diesem Jahr musste das Turmleuchten zunächst einmal ausfallen, da es ja sehr stürmisch war (wir berichteten darüber).

Die Veranstalter entschieden sich dann aber dazu das Turmleuchten nachzuholen und der Termin wurde für Anfang April festgelegt.

Nun war es also soweit und es war fantastisch! Bilder sagen dazu mehr als Worte:

Gleich geht es los!
alle warten gespannt
Start…
…now…
… lights on …
… und dann setzt das Feuerwerk mit ein…
Tolle Show!
Super Musik
Das große Finale!
Schön war es!
Frohes (neues) Jahr!

Geräteträger

30.03.2019

Bereits vor einem Jahr haben wir einen Geräteträger in Auftrag gegeben. Das Aufmaß dauerte einige Zeit, dann gab es technische Probleme von Seiten des Metallbauers und somit kam es zu Verzögerungen. Natürlich ärgerte uns das zeitweise sehr, aber im Nachhinein können wir sagen, dass es wohl alles so sein sollte. Denn der Motortausch mit dem Geräteträger wäre im wahrsten Sinne des Wortes zu schwer geworden.

So freuten wir uns jetzt, dass es endlich richtig losgehen konnte. Zuerst fuhren wir eMMa wieder mal die Warnow hoch um sie ein paar Tage in Gehlsdorf beim Metallbauer zu lassen.

Glückliche Menschen bei kalten Wetter auf einem Segelboot
Das Wetter meint es gut mit uns
Ostmole querab
Da müssen wir hin
Sonnenuntergang über einen großen Fluss
Sonnenuntergang an der Warnow

So wurden alle Anpassungen vorgenommen, Löcher gebohrt und die letzten Änderungen abgesprochen. Dann mussten wir noch einmal abfahren ohne Geräteträger, da das gute Stück nun in der Werkstatt fertig gestellt wurde und anschließend noch zur Endpolitur musste.

Erste Anpassungen werden vorgenommen
Sieht nach Arbeit aus…
So ganz ohne Heckkörbe sieht sie doch ein wenig nackt aus.
Besuch in der Werkstatt
Solide gebaut und fast fertig – jetzt geht es noch zur Endpolitur.

Zwei Wochen später fuhren wir den Weg ein weiteres Mal. Das Wetter war trist und leichter Nieselregen machte es sehr ungemütlich. Aber das trübte die Stimmung nicht, denn endlich war es soweit. Und der Geräteträger steht eMMa richtig gut!

Da kommt das gute Stück!
Letzte minimale Anpassungen müssen vorgenommen werden.
Die Nationale hat auch einen neuen Platz bekommen.
Glücklicher Skipper
Solarmodule installiert
Steht ihr richtig gut – der neue Geräteträger!

Das Jahr beginnt stürmisch – und das Refit geht weiter

26.01.2019

Das Neujahr begrüßt uns mit Sturm aus West, der im weiteren Verlauf auf Nordwest und Nord drehte. Wir haben schon einige Stürme an Bord erlebt, aber was uns da erwartete war schon heftig. Der Wind selbst war eine Sache. Es stürmte 48 Stunden lang. Allerdings stieg durch den anhaltenden Nordwind das Wasser rasant an. 1,60 m über unserem Normalpegel! 

Das Wasser steigt und der Wind lässt die Wellen auch im Hafenbecken tanzen.
Durch die ersten Fugen einiger Feststege schwappt schon das Wasser.
Gut, dass wir an einem Schwimmsteg liegen, der mit dem Wasser steigen kann. Allerdings schaut nicht mehr viel von den Dalben raus.
Morgens früh – eigentlich geht es an dem Verbindungsstück nach unten.
Das Wasser steigt immer weiter.
Der Strand ist komplett überspült, in ein paar Stunden ist auch der Rest hier vorne überflutet.

Wir lagen gut vertäut, aber die Dalben ragten nur noch 20 cm aus dem Wasser, die Feststege waren überflutet (inklusive Stromausfall) und der Nordwind donnerte die Wellen nur so auf den Wellenbrecher. Die Fähre musste den Fährverkehr einstellen.

Die Fahrwassertonnen der Warnow werden unter Wasser gezogen.
Der überflutete Fähranleger
Nun steht der Rundsteg komplett unter Wasser.
kaum noch Platz an den Dalben
und der Übergang führt nun nach oben
Die Betonpfeiler an denen die Schwimmstege hängen.
So sieht der gleiche Pfeiler bei normalen Hochwasser aus.
Auch die letzten Feststege sind nun überflutet. Der Strom ist abgestellt.
Deutlich zu sehen wie hoch das Wasser stand. Die grüne Linie zeigt den Normalstand an.

Nach dem Sturm gab eine kurze Verschnaufpause bevor das nächste Sturmtief durchzog. Wieder mit Nordwind und auch dieses Mal gab es Hochwasser und der Strom wurde abgestellt. Aber das Wasser stieg nicht ganz so hoch wie beim ersten Mal. Es folgten noch zwei weitere schwere Stürme, bei denen das Wasser aber nicht ganz so hoch stieg.

Und die nächste Sturmflut lässt nicht lange auf sich warten.

Der Strand bot ein Bild zum Heulen! Berge von Seegras und Plastikmüll, tonnenweise Miesmuscheln und meterweise abgetragene Sandflächen. Einziger Trost dabei brachten die vielen Bernsteine, die ebenfalls an den Strand gespült wurden.

Das Hochwasser ist zurückgegangen und hat jede Menge Sand mitgenommen. Dafür liegen nun Muscheln…
… Unmengen von Seegras…
… und jede Menge Plastikmüll herum.
Das große Aufräumen beginnt mit schweren Gerät…
… und viel Manpower.
großer Bernsteinfund
erfreuliche Beute

Ein wenig Aufmunterung erhielten wir durch diesen kleinen Kerl. Er war vermutlich schon tagelang im Sturm in der Ostsee unterwegs und nutzte das Hochwasser um einen trockenen Liegeplatz zu ergattern. So lag er drei Tage lang hier im Hafen auf den Holzstufen vor einem der Restaurants und erholte sich von den Strapazen der letzten Tage.

Diese süße Kegelrobbe gönnt sich eine Pause.

Zwischen den Sturmtagen ging unser Refit allerdings weiter, teils freiwillig, teils unfreiwillig. So mussten wir zum Beispiel unser Landstromkabel erneuern, Stecker austauschen und unsere Duschbilgenpumpe rauswerfen.

Der musste dringend ausgetauscht werden!

Das kam so: „Schatz, wir müssen reden!“ – Oh, ich hasse diesen Satz! Das heißt nämlich in der Regel es muss entschieden werden, wie es mit diversen Ausrüstungsgegenständen weitergehen soll. Diesmal ging es also um unsere Duschbilgenpumpe im Steuerbord-Bad. Sie lief bisher einwandfrei, war aber leider nun verstopft. Also wurde sie ausgebaut und gereinigt. Sie lief anschließend auch erst einmal wieder, allerdings offenbarte uns der Ausbau ein Bild des Grauens. Alle Verbindungsstücke und Halteschrauben waren komplett verrostet. Na gut, die Pumpe ist so alt wie unser Boot! Trotzdem schauten wir nach möglichen Ersatzteilen. Den Todesstoß versetzte ihr dann allerdings die Tatsache, dass das Anschlusskabel innen ebenfalls völlig korrodiert war.

Ein Wunder, dass sie noch einwandfrei funktionierte!
Die Halteplatte ist komplett weg gerostet. In den Ecken waren mal runde Löcher für die Halteschrauben.
Der endgültige Todesstoß – leider sind auch die Kabel von innen korrodiert.

Also fiel die Diskussion dieses Mal zu Gunsten einer neuen Bilgenpumpe mit etwas mehr Förderleistung und einer Vorrichtung mit Zwei-Wege-Hahn, damit man bei Bedarf im Notfall noch eine weitere Bilgenpumpe mittels Schlauch aktivieren kann.

Es ist kalt geworden.
Vor dem Sturm gab es hier keine Steilkante. Nun bilden sich Eisflächen zwischen den Sandbänken und dem Strand.

Großes Refit – Teil 2

23.12.2018

Endlich sind wir wieder zuhause! Mein Rücken freut sich, denn die letzten 10 Wochen haben wir auf dem Gästesofa unserer Mädels übernachtet.

Das Unterwasserschiff abzuschleifen bis aufs Gelcoat war zwar eine sinnvolle und notwendige Maßnahme, aber auch verdammt viel Arbeit. Es war mühsam und anstrengend und hat uns sehr viele Nerven gekostet. Aber wir wissen jetzt sicher, dass unser Boot Osmosefrei ist! Es gab nirgendwo Blasen oder nässende Stellen. Als die ganzen Farbschichten erst einmal runter waren, war die Oberfläche glatt wie ein Kinderpopo! Danach sollte der Aufbau der neuen Sperrschutzschicht und des neuen Antifoulings beginnen. Gut, dass der November so mild war und die Temperaturen mitspielten. Etwas haben wir schon gezittert.

Der Austausch des Motors ging auch gut voran. Nach dem der Motorraum komplett leer geräumt und von der alten Dämmung befreit war, wurde die neue Dämmung montiert, die Bilge gereinigt und gestrichen und alle alten Kabel entfernt. Neue Kabel wurden gezogen, das komplette Energiekonzept wurde überarbeitet und die Elektronik passend getauscht. 

Dann kam der neue Motor. Über die personellen und gerätschaftlichen Schwierigkeiten beim Einbau reden wir jetzt hier mal nicht. Irgendwann stand also der neue Motor glänzend und niegelnagelneu in unserem großen Motorraum. Nun kamen die Anpassungen zur Sprache, die notwendig wurden und erst jetzt ausgemessen werden konnten. Das Ergebnis war ernüchternd: neue Welle, neuer Propeller, neuer Wassersammler, neue Abgasrohre, neuer Wasserfilter. Eigentlich blieb zum Schluss nur noch die alte Fettpresse für die Stopfbuchse und die Handlenzpumpe.

Ein Wassersammler von der Stange war nicht möglich. Da hat man schon einen riesigen Motorraum und trotzdem keinen Platz!? Nun gut, also Sonderanfertigung. Gut, dass wir bei dem Metallbauer sowieso schon unseren Geräteträger in Auftrag gegeben haben. So konnten wir den Wassersammler gleich mit bestellen.

Alle Leitungen und Kabel haben wir selbst verlegt, alle Wandbefestigungen selbst hergestellt und Markus hat sämtliche Elektrik und Geräte selbst installiert und ans Laufen gebracht. Die Endverkabelung und Anschluss des Motors wurde selbstverständlich durch den Fachbetrieb vorgenommen. 

In der Woche vor Weihnachten wurde dann endlich auch die neue Welle geliefert. Sie ließ nämlich ewig auf sich warten. Zudem montierten wir unsere Erdungsplatten für die Amateurfunkanlage. Das war ein komisches Gefühl einfach vier Löcher ins Unterwasserschiff zu bohren. Alles wurde natürlich gut abgedichtet und verschlossen, aber Unwohl ist einem dabei trotzdem immer.

Dann war endlich alles fertig und wir ganz wild darauf wieder ins Wasser zu kommen. Ein Gespräch mit dem Werftchef ergab, er kann uns eventuell nicht kranen, da der Kran bei kalten Temperaturen nicht anspringt. Aber wir möchten doch gerne, bitte, bitte, vor Weihnachten wieder zuhause sein!

Am 21.12.2018 war es dann endlich soweit und eMMa wurde gekrant. Und alles ist dicht! Dann kam der Mechaniker und nahm das erste Mal den Motor in Betrieb! War für ein tolles Gefühl als dieser sofort rund lief! Wir bekamen dann noch eine Einweisung und Hinweise für das Einfahren und konnten anschließend ablegen. Nach 10 Wochen Werftaufenthalt ging es endlich wieder nach Hause! Der neue Wassersammler und der Geräteträger waren leider noch nicht fertig, aber unser Mechaniker hatte uns ein gutes Provisorium eingebaut, damit wir zumindest auf unseren Liegeplatz zurück konnten.

großes Refit – Teil 1

05.11.2018

Zunächst hieß es mal wieder warten. Warten auf Techniker – warten aufs Abschleppen – warten aufs Kranen (na gut, dass ging relativ zügig) – warten auf den Techniker – warten auf Pakete – warten auf Informationen…

Dann war es soweit. An einem Donnerstag im Oktober sollte eMMa endlich nach elf langen Monaten ihre Box verlassen. War sie vielleicht schon festgewachsen? Die Leinenverbindung wurde rasch hergestellt und schon ging es los. Glück gehabt – nicht festgewachsen. eMMa bewegte sich sachte vorwärts, Box und Hafen ließen wir rasch hinter uns und schon bogen wir in die Warnow ein. Es war ein schöner Tag auf dem Wasser, auch wenn es schon sehr merkwürdig war. Lenken ging ja und war auch notwendig um mittig hinter der Schleppyacht zu bleiben, aber nicht unter Segeln sein, aber selbst kein Motorgeräusch machen und sich trotzdem fortbewegen, ist schon komisch.

Angekommen am Zielort wurde eMMa am Längssteg vertäut. Nach einer kurzen Besprechung mit dem Werftchef bereiteten wir alles fürs Kranen vor. Da unser Mast stehen blieb, mussten wir das Achterstag lösen. Dann wurde gekrant. Für mich ist es immer eine Nervenprobe, wenn eMMa in den Kranschlaufen hängt. Aber alles verlief ganz ruhig und gut. Das Entfernen des Bewuchs und die Reinigung mittels Hochdruckreiniger überließen wir den Profis. Wir wussten genau, die nächsten Tage würden anstrengend genug werden, denn wir hatten uns bereits entschieden das Unterwasserschiff komplett bis aufs Gelcoat abzuschleifen und mit einer neuen Osmosesperrschicht sowie neuem Antifouling zu versehen.

In den nächsten Tagen wendeten wir uns zunächst einem anderen Problem zu. Um den Motor zu Tauschen muss der Cockpitboden entfernt werden. Dazu entfernten wir zunächst die Steuersäule, die Hand-Bilgen-Pumpen und den Teakbelag des Cockpitbodens. Denn dieser ist auf eine ca. 4 cm breite GFK Kante aufgelegt und mit vielen langen Schrauben nach unten verschraubt. Die Muttern dieser Schrauben ließen sich von unten relativ gut lösen, aber der Boden bewegte sich keinen cm. Eine nähere Begutachtung machte das Problem deutlich. Die komplette Auflagefläche und die umrahmende Fuge waren mit Sikaflex oder ähnlichen Zeug geklebt und gefüllt. Unser Motto wurde rasch „mühsam ernährt sich das Eichhörnchen“. Nachgefragt bei unseren Segel- und Bootsfreunden war die einstimmige Meinung: nutzt ein Oszilationswerkzeug und habt viel Geduld. Beides zahlte sich aus. Irgendwann war auch die letzte Fuge ausgekratzt.

Vorsichtig schlugen wir kleine Keile in den Zwischenraum von unten und hebelten den Boden so hoch. Was für eine Erleichterung als der Motorraum endlich offen vor uns lag. Und was für ein Glück, dass wenigstens die Kuchenbude seit Mai bereits montiert ist! Sie leistet uns unglaublich gute Dienste!

Weiter ging es mit der Entfernung der alten Dämmung im Motorraum. Was für eine Sauerei! Die alte Dämmung bröckelte an einigen Stellen, an anderen saß sie fest und dachte gar nicht daran sich freiwillig vom Untergrund zu lösen. Nach stundenlangen Abspachteln und vielen Verrenkungen auf dem Motor sitzend gab die schwarze Masse dann doch klein bei. Zu diesem Zeitpunkt entschieden wir uns dann dazu die beiden Einbauschränke (bestehend aus Halbschalen aus GFK), der eine vom Bad, der andere vom Durchgang zur Achterkabine erreichbar, auszubauen und den Motorraum richtig Platz zu verschaffen. Innerlich stellten wir uns schon auf weitere Säge- und Schleifarbeiten ein, aber diese beiden Wannen ließen sich sehr einfach und rasch entfernen.

Außerdem waren wir in der Woche auch außen nicht untätig. An den ersten Tagen war es Windstill, so dass wir unter Planen schleifen konnten. Dann war Sturm und Starkwind für mehrere Tage angesagt. Die Planen hatten sich damit erledigt und wurden aufgerollt hochgebunden. Also liehen wir uns einen Industriesauger und schliffen im Wechsel das Unterwasserschiff immer weiter ab. Mindestens sechs Farbschichten müssen entfernt werden!

Dann wurde endlich der Motor ausgebaut! Anschließend befreiten wir den Motorraum von allen Schläuchen und möglichst vielen Kabeln und die neue Dämmung zog ein. Dabei kamen immer mehr Themen auf den Tisch, was geändert, gemacht, ausgetauscht, neu geplant werden sollte, müsste, könnte …

…. die Liste wurde immer länger!

Böse Überraschungen

30.08.2018

So schön der Juli endete. so herb begrüßte uns der August. Das Wetter war weiterhin traumhaft schön. Einzelne Tage schon fast zu heiß, aber immer perfekt für einen abkühlenden Sprung in die Ostsee.

Eigentlich war für Anfang August unser Sommerurlaub geplant. Die dänische Südsee stand auf unserem Törnplan. Frühere Urlaube hatten uns ja immer wieder bewiesen, dass das erste was über Bord geht die Törnplanung ist. Doch dieses Jahr traf es uns sehr bitter. War es bei früheren Planungen zumeist der Wind gewesen, der den Strich durch diese Planung zog, so war es dieses Jahr unsere eMMa selbst. Bereits Ende der letzten Saison hatten wir vereinzelt Probleme mit dem Getriebe. Der Vorwärtsgang ließ sich nicht gleich beim ersten Mal einlegen. Mit Beginn dieser Saison verschärfte sich das Problem und nun ging der Gang gar nicht mehr rein. Alle Selfmade-Reparatur-Versuche schlugen fehl und so musste ein Fachmann herbei gerufen werden. Dieser kam auch, stellt fest, dass das Getriebe defekt sei. Er versuchte ein Austauschgetriebe zu bekommen. Leider ohne Erfolg, denn alles was er mitbrachte passte nicht. Er war wirklich sehr bemüht. Leider vergeblich.

Ein neues Getriebe? Als wir den Neupreis hörten, kippten wir fast hinten rüber. Dazu kämen dann noch eine neue Wasserpumpe, weil die alte ebenfalls den Geist aufgab und eine weitere kleinere Reparatur am Motor. Was nun?

Nach langen Diskussionen, Beratungen mit dem Techniker, Abwägen von Alternativen und Telefonaten mit unserem Freund Klaus, entschieden wir uns für den kompletten Austausch des Motors. Denn die Maschine ist 26 Jahre alt. Wir haben keine Ahnung, wie viele Motorstunden sie schon hinter sich hat, da der Stundenzähler schon vor langer, langer Zeit stehen geblieben ist. Das scheint übrigens ein typisches Moody-Problem zu sein. Wir haben noch keinen anderen Moody-Eigner kennengelernt, dessen original Stundenzähler noch funktionierte. Wie der Motor von innen aussieht, weiß auch keiner wirklich. Also – Herztransplantation!

Was sich so einfach anhört, ist ein riesiger Aufwand. Zunächst einmal musste geklärt werden. ob der Cockpitboden entfernt werden kann um den Austausch darüber ausführen zu können. Wenn nicht, bliebe nur die Demontage einiger Innenausbauteile! Nach Rücksprache mit den Crews der Fairytale und der Dar Melica dann die Erleichterung – der Cockpitboden lässt sich demontieren, der OP am offenen Herzen steht baulich nichts mehr im Wege. Nun warten wir auf den Rückruf vom Techniker, wann unser neuer Motor vor Ort ist und zu wann wir eMMa in die Werft schleppen lassen können.

Es bleibt also spannend!

Feiern im Juli

30.07.2018

Der Juli stand dann ganz im Zeichen der Freude. Wie schon erwähnt, sind Markus und ich 20 Jahre verheiratet. Zudem wurden wir beide in diesem Sommer 40 Jahre alt.

Also 100 gute Gründe zum Feiern! Und das taten wir! Da die meisten unserer Verwandten und Freunde aus NRW kommen, suchten wir uns bereits letztes Jahr eine Lokalität dort in der Nähe aus. Es wurde ein rauschendes Fest. an das wir immer wieder gerne zurück denken. Ganz herzlichen Dank an alle, die mit uns diesen Abend zu etwas besonderem gemacht haben!

Von Antilopen und Giraffen

28.06.2018

Nach dem wir gut gelaunt von den Bahamas zurück kehrten, begrüßte uns Deutschland mit ähnlich heißem Wetter. Unsere Tochter erzählte uns, dass es hier seit Anfang Mai nicht mehr geregnet hatte. Und so sahen auch die Rasenflächen rund um die Yachthafenresidenz Hohe Düne aus. Wir warteten geradezu nur darauf, dass über die steppenähnlichen, ehemaligen Grünflächen eine Herde Antilopen stürmten oder ein paar Giraffen würdevoll über die Anlage schritten. Die Rasenmäher-Roboter hatten dieses Jahr jedenfalls nicht besonders viel zutun.

Am Steg war in der Zwischenzeit auch eine Menge passiert. Es füllte sich. Immer mehr Dauerlieger kehrten mit ihren Schiffen aus dem Winterlager zurück und starteten in die Saison.

Und für mich war der Juni geprägt durch lange Autofahrten nach NRW. Zum einen hatte ich ein paar letzte Termine in der Uni und zum anderen war Markus Opa verstorben. Somit war dieser Kurztrip in die alte Heimat nicht sehr erfreulich. Wir vermissen ihn!

Manchmal liegen Glück und Leid ganz dicht beieinander

Bahamas im Mai

30.05.2018

Nach 20 Jahren Ehe haben wir uns gedacht, dass es so langsam mal Zeit für eine vernünftige Hochzeitsreise wird. Ich durfte aussuchen 🙂 Es sollte etwas mit Segeln zu tun haben, warm sein und eine Region, die wir noch nicht kennen. Letzteres ist nicht allzu schwer, da die Welt noch viele Flecken aufweist, die wir noch nicht kennen. Und da Markus immer mal wieder davon spricht, dass wir, wenn wir alt und auf Rollatoren angewiesen sind, einen Katamaran bekommen, entschied ich mich für Kojencharter auf der Maverick XL. Natürlich waren wir recht spät dran mit unserer Entscheidung für diese Reise. Aber es ergab sich, dass wir Anfang Mai sowieso zum Tauchen in Holland sein würden, anschließend günstige Flüge von Amsterdam bekamen und Catie und Johannes auf dem letzten Törn der Saison noch eine Kabine, sprich zwei Kojen, frei hatten. Gesagt, gebucht!

Der Mai überraschte uns am Grevelinger Meer und an der niederländischen Nordsee mit sommerhaften Temperaturen. Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, dass dies der Auftakt für einen phantastischen Sommer sein sollte. Was auf der einen Seite ja sehr angenehm war, führte unter Wasser leider zu teilweise sehr massiven Sichteinschränkungen. Denn mit steigenden Wassertemperaturen setzt auch die Algenblüte ein. Trotzdem absolvierten wir sehr schöne Tauchgänge.

Tauchbasis mit kleinem Bungalowpark
Kibbelinge dürfen natürlich auch nicht fehlen!
Aufgrund der Algenblüte war die Sicht bescheiden
Wir kamen trotzdem glücklich aus dem Wasser
In Holland ist man auf Taucher eingestellt
Ob wir dort mal irgendwann mit eMMa festmachen werden?
Amsterdam
einen halben Tag hatten wir dort zur Verfügung
typisch holländisch
Die drei Kreuze sind das Stadtwappen von Amsterdam
Grachten
Zeit für einen Museumsbesuch hatten wir leider nicht

Nach acht Tagen war zwar der Holland-Tauchurlaub vorbei, aber unsere Reise ging ja noch weiter. Wir hatten einen halben Tag in Amsterdam, bevor unser Flieger nach Atlanta abhob. Zweieinhalb Tage lang erkundeten wir Atlanta. Dann ging es wieder per Flugzeug weiter nach Nassau. Schon der Landeanflug ist spektakulär.

Besuch des Botanischen Gartens in Atlanta
Nutzgarten – wunderschön angelegt und gleich daneben befindet sich die Showküche
unser Zuhause für drei Tage 
typisch amerikanisches Frühstück

Tschüß Atlanta – Bahamas wir kommen!

Den Törnbericht unseres Segelurlaubs auf der Maverick XL könnt ihr unter Berichte lesen.

Der Frust mit der Schraube

30.04.2018

In den letzten zwei Monaten waren wir nicht untätig, sondern ich kam einfach nicht zum Schreiben. Wir statten eMMa so nach und nach mit allem aus, was zu einem guten Langfahrtschiff dazu gehört. Eines der ersten Geräte, die deshalb angeschafft wurden, war unser AIS Gerät von Vespermarine. Das Gerät ist nicht zu groß, hat ein eigenes Monochrom-Display und einen sehr geringen Stromverbrauch. Auch Gespräche mit und Berichte von anderen Seglern ließen keinen Zweifel über unsere erste Wahl aufkommen.

Lunatronic liefert das Schätzchen gut verpackt und ich machte mich am vergangenen Wochenende an den Einbau. Die mitgelieferte Montageschablone ausgeschnitten, den Ausschnitt aufgezeichnet und ausgesägt und die Löcher für die Schraubendurchführung gebohrt. Bis dahin fast ein Kinderspiel.

Danach fing die Flucherei an. Zunächst nur in meinem Kopf – dann leise vor mich hin – zum Schluss ziemlich laut und mit Nachdruck! Wer hat sich so eine sch… Befestigung ausgedacht!? Feingewindeschrauben, die von hinten durch das Holz (oder Kunststoff, je nach Montageort) durch die vorgebohrten Löcher geführt werden, um dort an der Geräterückseite in die passenden Feingewindelöcher gedreht zu werden. Zwei Dinge sind mir dabei besonders auf die Nerven gefallen:  Erstens ist die Dicke der Montageplatte (bei uns in der Holzverkleidung) ja nie gleich. Die Feingewindeschraube hat nicht wie man meinen könnte, einfach nur eine Feingewindestange, die dann mit dem einen Ende in die Aufnahmen im Gerät gedreht werden und auf die anderen Enden passende Muttern montiert werden können (am besten selbstsichernde). Sie hat eine vordefinierte Länge mit normalen Kreuzschlitzkopf. Zweitens nervte mich das „blinde“ Einführen der Schrauben kolossal. Der Ausschnitt war zwar super und das Gerät saß auch ohne Schrauben schon gut fest, aber um die Schrauben blind in die Geräterückseite zu schrauben, fehlten mir natürlich wie immer einige wenige Millimeter. Also musste ich zuerst das Problem der Schraubenlänge klären. Ich hätte natürlich einfach eine Mutter aufdrehen, die Schraube abkneifen und die Mutter wieder abdrehen können. Aber zum einen hatte ich Sorge, dass das Feingewinde darunter leidet und mir anschließend das Innengewinde im Gehäuse zerstört und zweitens war natürlich auch keine Mutter in passender Größe vorhanden. Unterlegscheiben kamen ebenfalls nicht in Frage, denn der Durchmesser des Schraubenkopfes durfte nicht zu viel überschritten werden, da es sonst nicht mehr mit dem Gerätekörper passte. Zudem mussten insgesamt vier Millimeter überbrückt werden. Nach langem Messen und Grübeln und Suchen hatte Markus dann die Idee mit den „Verschlüssen“ der Kabelbinder. Vorsichtig bohrte ich sie auf und konnte sie anschließend auf die Schrauben drehen. Nun war das Längenproblem also behoben.

Durch Nachschleifen des Ausschnitts verschaffte ich mir so viel Platz, dass ich die Schrauben dann auch blind irgendwie in die vorbestimmten Löcher bekam. Zwei der vorgegebenen Kabel sind bereits montiert und ich hoffe sehr, dass Markus die restlichen Kabel anbringen kann ohne das Gerät noch einmal abnehmen zu müssen!

Nachtrag: Kabel sind angeschlossen. Zum Glück ohne Demontage! Alles läuft einwandfrei *freu!

Klirrend kalt mit viel Sonne

28.02.2018

Zunächst spielten Sonne und Frost ein lustiges Schattenspiel.

Dann formten Sand, Wasser und Eis ganz bizarre Skulpturen am Strand.

Am Himmel wurde gemalt.

Dann gab es mal einen Tag an dem es nicht richtig hell werden wollte.

Und nun haben wir reichlich Schnee und Sonne.

Heute Nacht waren dann Temperaturen bis -12 Grad Celsius erreicht.Unter Deck ist es dank guter Heizung muckelig warm. Trotzdem freuen wir uns darauf, dass die Temperaturen nun langsam wieder aufwärts gehen.

Frostige Zeiten

04.02.2018

Der Wetterbericht meldet Frost und Kälte für die ganze kommende Woche. Wir werden ja sehen, wie es bei uns wird. Gestern sah es so aus, heute ist alles wieder weg.

Darf ich vorstellen?

03.02.2018

Das ist eMMa!

eMMa ist eine Moody 44. Wir haben sie im Mai 2016 in Griechenland gekauft. Ausführliche Törnbeschreibungen zur Überführung findet ihr unter Berichte.

Klein, aber fein

18.06.2017

Jollensegeln auf dem Aasee in Münster kann zwar mit Dickschiffsegeln auf dem Meer nicht wirklich konkurrieren, aber mal zwei Stunden vom Alltag abschalten funktioniert damit super! Es war eine nette Runde, mit anfängertauglichen Windbedingungen, netten Menschen und anschließend leckeren Kleinigkeiten vom Grill.

Frohe Weihnachten

24.12.2016

Allen Seglern, Mit-Seglern, Nicht-Seglern, ob bekannt oder unbekannter Weise, wünschen wir ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Segler Geschenke

02.03.2016

Zu Weihnachten bekam ich von unserer Tochter diese tolle Mütze. Sie ist recht dünn, hält aber den Wind gut ab. Also perfekt zum Segeln geeignet. Bekommt natürlich auf dem Boot ein Haltebändchen-Clip, damit sie bei einer Böe nicht schwimmen geht.

Und dann habe ich gestern noch ein Überraschungsgeschenk von meinem Mann bekommen.

Wenn das kein süßes Kompliment ist!

In Kombination sehen die beiden Geschenke übrigens auch gut aus.

Spannendes Jahr 2015

24.01.2016

Zunächst einmal wünschen wir allen Blog-Lesern ein frohes neues Jahr. Und bevor es in der nächsten Woche mal wieder zur BOOT nach Düsseldorf geht, ist es Zeit für einen kurzen Jahresrückblick.

Wir waren in diesem Jahr natürlich auch wieder Segeln. Dieses Mal ging es nach Griechenland. Wir hatten wundervolle Tage dort.

Schöne Segeltörns bei perfektem Segelwetter rundeten das ganzen ab.

Boot Düsseldorf 2015

23.01.2015

Auch in diesem Jahr waren Markus und ich auf der Boot in Düsseldorf. Wir hatten uns zu Weihnachten ein besonderes Geschenk gemacht und uns Karten für Sönke und Judith Röver ’s Blauwasserseminar gegönnt. So kam es also, dass wir drei Tage in Düsseldorf verbracht haben.

In der Mittagspause hatten wir vom Restaurant aus immer einen wunderbaren Blick über den Rhein. Umso erstaunter waren wir, als am Sonntag (2. Messetag) mittags noch ein Boot von Big Willy gekrant wurde. Bei der Hochwasser-Strömung kein leichtes Unterfangen. Der war wohl ein bisschen spät dran.

Wir haben drei Tage lang geballte Informationen erhalten. Mal schauen, was wir daraus machen.

Weihnachtsgrüße

19.12.2014

Wir wünschen Euch allen ein schönes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Wir freuen uns darauf viele von euch im nächsten Jahr wieder zu treffen  – vielleicht auf dem Wasser oder auf der Boot in Düsseldorf.

Melanie & Markus

Segeln auf dem Kummerower See

16.06.2014

Endlich wieder segeln! Über den 1.Mai waren wir mit unserer Familie und meinen Geschwistern in der Ferienstätte Salem um für unseren verstorbenen Vater einen Gedenkbaum zu pflanzen. Markus und ich nutzen die Gelegenheit und waren jeden Tag auf dem See unterwegs. Direkt an der Ferienstätte befindet sich die Kanubasis, die Segelboote verleihen. Kleine Segeljollen ohne Motor. Und so haben wir also fleißig An- und Ablegen unter Segel geübt. Wir hatten von Leichtwind bis ordentlich Wind und Welle alles dabei. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

Samstags waren wir dann noch mit der kompletten Familie Kanufahren. Papa wäre stolz auf uns!

SKS bestanden

29.05.2014

Nun hat Markus ihn endlich komplett fertig! Erleichtert und auch ein wenig stolz kam er von der Prüfung vor einigen Wochen nach Hause.

SKS Kartenaufgabe

01.04.2014

Markus trainiert zur Zeit für seine SKS-Nachprüfung. Warum Nachprüfung? Ganz einfach. 2012 hat er sowohl die Theorie als auch die Praxisprüfung bestanden. In der Kartenaufgabe ist er in die mündliche Prüfung gekommen und dann leider durchgefallen. Nun hatte er zwei Jahre Zeit diesen Prüfungsteil zu wiederholen. So langsam wird es also Zeit. Und deshalb ist er nun für Mitte April zur Wiederholung der Kartenaufgabe angemeldet. Und so übt und übt und übt und – flucht er ohne Ende! Das Fluchen sollte er sich noch bis dahin abgewöhnen, sonst könnten sich andere Prüflinge durch ihn gestört fühlen.

Getränkehalter für die Reling

05.01.2014:

Um beim Segeln die Getränke immer griffbereit zu haben, habe ich diesen Getränkehalter genäht. Gleich in doppelter Ausführung, einen für die Steuerbordreling, einen für die Backbordreling. Es passen Flaschen bis ca. 1 Liter in jedes Fach. Sowohl im Mai als auch im August haben sie sich gut bewährt.

Boot Düsseldorf 2014

26.01.2014

Dieses Jahr haben wir uns zwei Tage BOOT gegönnt. Und das war genau das richtige. Wir konnten viele Vorträge anhören, Kontakte pflegen und Unmengen Boote anschauen. Natürlich haben wir uns überwiegend im Seglerbereich aufgehalten, aber auch die Besichtigung eines Katamarans, einer Motoryacht und ein Abstecher in die Hallen rund ums Tauchen und Unterwasserfotografie waren ohne Stress drin.

Ein Schlafsack für das Navigationsbesteck

04.01.2014:

Damit die Navigationslineale nicht zerkratzen und der Zirkel auch nach dem Segeln noch gerade Spitzen hat, habe ich dem Navigationsbesteck einen Schlafsack genäht.